Ist Kokosöl überhaupt gesund denn es enthält doch die schlechten, die gesättigten Fettsäuren?

Klare Antwort: Ja, Kokosöl ist gesund. Und das, obwohl es zum großen Teil aus kurz- und mittelkettigen gesättigten Fettsäuren besteht.

Neuere Studien fanden heraus, daß es vor allem die langkettigen gesättigten Fettsäuren sind, die unsgesund sind. Sie kommen in Kokosöl nicht vor. Noch dazu ist Kokosöl ein natürlich gewonnenes Öl. Im Gegensatz anderen Ölen wie Rapsöl oder Distelöl muss es nicht unbedingt erst verarbeitet werden, damit man es nutzen kann. Einfach die Kokosnuss öffnen und das Fruchtfleisch samt seinem Öl verspeisen. 🙂

Kokosöl lässt sich problemlos erhitzen da es hohe Temperaturen verträgt. Öle, die keine hohen Temperaturen vertragen, entwickeln oft die für uns schädlichen Transfette und freie Radikale. Bei Kokosöl ist das nicht der Fall. Es kann daher gut und gerne zum kochen und backen verwendet werden.

In tropischen Regionen wird Kokosöl schon seit Langem sowohl als Lebensmittel als auch zu Heilungszwecken verwendet. Schonend gewonnenes Kokosöl hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und kann den heute gängigen Zivilisationskrankheiten vorbeugen. Es handelt sich also um ein echtes Superfood!

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wenn Du Kokosöl kaufen willst, achte bitte auf möglichst schonend verarbeitetes Öl. Du erkennst ein gutes Produkt an der Bezeichnung „kaltgepresst“, „nativ“ oder „extra nativ“. Auch „virgin“ oder „extra virgin“ sind Bezeichnungen, die ein gutes Öl auszeichnen. Ist das Produkt mit diesen Worten gekennzeichnet, kannst Du davon ausgehen, daß es möglichst schonend und unter niedriger Temperatur, gewonnen wurde.

Oft wird Kokosöl mechanisch verarbeitet oder stark erhitzt. Teilweise kommen auch chemische Prozesse bei der Verarbeitung zum Tragen. In diesen Fällen sind die gesunden Fette und Inhaltsstoffe nicht mehr im Öl zu finden. Stattdessen sind Transfette drin und es schadet Dir mehr, als daß es hilft. Also Hände weg von allen Produkten, die nicht die oben genannten Worte auf der Beschreibung enthalten!

Was kann die Kokosnuss für Deine Gesundheit tun?

Kokosöl lässt die Pfunde purzeln

Klingt seltsam, wie soll ein Fett bewirken, dass man abnimmt?

Doch es stimmt, Kokosöl kurbelt den Stoffwechsel und damit die Fettverbrennung an. Es ist leicht verdaulich und hat weniger Kalorien als andere Fette. Kokosöl erhölt unseren Blutzuckerspiegel nicht. Seine mittelkettigen Fettsäuren werden nur in geringem Maß ins Fettgewebe eingelagert.

Außerdem hemmen die gesättigten Fettsäuren den Appetit und machen es Dir somit leichter, ein paar Kilos zu verlieren!

Aufgepasst! Das Abnehmen mit Kokosöl funktioniert nur, wenn man dafür gleichzeitig den Verzehr von Kohlenhydraten wie Zucker oder Mehl ( hier besonders Weißmehl ) reduziert! Das gilt ebenso für andere, ungesunde Fette.

Kokosöl stärkt die Abwehr

Zum Großteil besteht Kokosöl aus Laurinsäure. Das ist eine gesättigte Fettsäure, die wirksam gegen Bakterien und Viren ist. Unser Immunsystem sitzt zum Großteil im Darm. Wenn wir Kokosöl essen, helfen wir unserer körpereigenen Abwehr, Krankheitserreger schneller abzuwehren bzw ihnen vorzubeugen und weniger krank zu werden.

Kokosöl für Darmgesundheit

Laurinsäure besitzt neben ihren keimtötenden Eigenschaften auch antimykotische Wirkung. Antimykotisch bedeutet pilztötend. Dank dieser Wirkungsweise kann der oftmals im Darm vorhandene Candida albicans Pilz verringert und eliminiert werden. Die guten Darmbakterien, die der menschliche Körper von Haus aus hat und braucht, werden jedoch nicht angegriffen!

Kokosöl reinigt den Darm und kann deshalb wunderbar zur Entgiftung beitragen. Im Video und weiter unten findest Du ein Smoothierezept mit Kokosöl.

Kokosöl für optimale Zahn- und Mundhygiene

Die Hygiene im Mundraum kann durch Kokosöl stabilisiert werden und Keime, die zu schmerzhaften Entzündungen im Zahnfleisch führen, werden verringert. Auch hierfür ist die Laurinsäure verantwortlich.

Eine gute Idee zur Verbesserung der Mund- und Zahnfleischhygiene ist das Herstellen der eigenen Zahncreme auf der Basis von Kokosöl oder das sogenannte Ölziehen. Ölziehen am Morgen hilft, Bakterien im Mundraum abzutöten und legt einen Schutzfilm auf die Zähne. Außerdem hilft Kokosöl dem Körper, Magnesium und Kalzium besser aufzunehmen. Dadurch bleiben die Zähne stabil und gesund!

Kokosöl stärkt die Knochen

Was für die Zähne gilt, gilt natürlich auch für die Knochen. Auch sie brauchen Kalzium und Magnesium für einen optimalen Knochenstoffwechsel. Ist dieser intakt, ist der Knochen immun gegen Erkrankungen, Brüche oder Entzündungen. Das Superfood ist also auch eine tolle Prävention gegen eine unserer Volkskrankheiten: der Osteoporose.

Kokosöl für eine schöne Haut

Das Öl hält die Haut feucht und elastisch, indem es das Bindegewebe wieder aufbaut. Falten werden gemildert und die Haut sieht jünger und frischer aus. Ebenso hilft es, Hauterkrankungen zu lindern und das Hautbild zu verbessern.

Äußerlich angewendet kann es der Haut bei Akne und Pickeln, Neurodermitis oder Dermatitis oder anderen entzündlichen Hauterkrankungen helfen. Denn viele Hauterkrankungen werden durch kleine Entzündungen hervorgerufen, gegen die die Laurinsäure in ihrer keimtötenden Eigenschaft hilft.

Weil die Laurinsäure im Kokosöl auch antimykotische Wirkung besitzt, hilft sie gegen Pilzerkrankungen der Haut und trägt dadurch auch wieder zur körpereigenen Abwehr bei. Denn schließlich ist die Haut unser größtes Organ und beteiligt sich auch an der Immunabwehr.

Kokosöl für optimale Leistung des Gehirns

Seine besonderen Fettsäure-Verbindungen machend das Kokosöl zu einer tollen Energiequelle für die Gehirnfunktionen. Sogar gegen Alzheimer wirkt das Öl aufgrund dieser Fettverbindungen. Das fand Dr. Mary Newport heraus. Ihr Mann war an Alzheimer erkrankt und sein Zustand verschlimmerte sich zusehends, trotz der Medikamente, die er dagegen einnahm. Als seine Frau die Medikamente absetzte und begann, ihm regelmäßig Kokosöl in sein Essen zu mischen, verbesserte sich sein Zustand zu ihrer großen Überraschung. Die Degeneration der Hirnfunktionen wurde aufgehalten. Auch hierfür werden die mittelkettigen gesättigten Fettsäuren verantwortlich gemacht.

Kokosöl für einen langsamen Alterungsprozess

Kokosöl enthält jede Menge Antioxidantien, die freie Radikale binden und somit den Alterungsprozess der Zellen aufhalten können.

Freie Radikale greifen intakte Zellen an und zerstören ihre Zellwände, Zellkerne und Proteine. Die befallene Zelle degeneriert oder geht Zugrunde. Oft entarten Zellen auf diese Weise und führen zu der Entstehung von Krebs.

Dieser Prozess wird durch die im Kokosöl befindlichen Antioxidantien unterbunden und die Zellen bleiben gesund.

Der Blutkreislauf wird unterstützt, die Körperfunktionen können in optimaler Weise aufeinander abgestimmt funktionieren. Der Körper ist vitaler, frischer und altert weniger schnell.

Kokosöl für den Blutzuckerspiegel

Kokosöl reguliert den Blutzuckerspiegel. Seine mittelkettigen Fettsäuren erzeugen Energie und lassen den Blutzucker nicht nach oben schnellen. Dadurch wird nicht nur Übergewicht vermieden, sondern auch eine Insulinresistenz. Somit kann der Zuckerkrankheit, dem Diabetes, vorgebeugt werden.

Weil wir das Kokosöl so sehr für die Smoothie-Zubereitung lieben, gibt es hier ein leckeres Rezept für Dich:

Kräuter-Smoothie mit Kokosöl

1 EL Kokosöl (kaltgepresst, nativ oder virgin)

1 große Handvoll Feldsalat

2-3 Stangen Sellerie

½ Gurke

1 kleine Handvoll getrocknete Brennessel

½ Mango

1 dicke Scheibe Ananas

1 Glas kaltes Wasser

Alles zusammen in Deinen Mixer geben – lecker!

Tipp: Wenn Du den Smoothie cremig und wie Eis magst, nimm gefrorenen Grünkohl oder crushed ice dazu. Dadurch wird er schön kalt. Wenn Du mehr Mango nimmst oder ein wenig Avocado hinzugibst, wird er cremiger und Du kannst ihn wie Eis löffeln. Dann aber mit wenig oder keinem zusätzlichen Wasser!

Hier bekommst Du noch mehr Smoothie-Rezepte mit Video-Anleitung:

Smoothie Tagebuch – die Rezeptechallenge

Du brauchst noch mehr Tipps für die Zubereitung von Smoothies? Bitte schaue hier nach:

10 wertvolle Tipps für die Smoothie-Zubereitung

Wofür benutzt Du am Liebsten Kokosöl?

Love and vitality,

Angie, Tommy und die Kids

4 Kommentare

  1. Das Kräutersmoothierezept have ich gleich mal ausprobiert. Schmeckt super!

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    • Vielen Dank Andi, das freut mich aber sehr!! Wir könnten uns auch glatt reinlegen! Viel Spaß beim Geniessen. Angie

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  2. Vielen Dank für diesen informativen Artikel!
    Weiter so!!!

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    • Gerne! Freut mich, Ernst. Angie

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