Herzlich Willkommen zu einem neuen Blogartikel. Heute geht es um das Thema Fasten mit grünen Smoothies.

Vegan hin oder her, meine Familie und ich haben trotzdem über Weihnachten alle nicht gesund gegessen. Viel zu viele Plätzchen, Bratlinge mit viel Fett, zu viel Zucker und Weizen.

Das wollte ich gerne ändern. Ich hatte einfach von einem Tag auf den anderen das dringende Gefühl, wieder zu einer gesünderen Ernährung finden zu wollen und das geht für mich am Besten wenn ich ein paar Tage Saftfasten einlege. Es war also eine ganz spontane Entscheidung und meine Erfahrung zeigt, dass dies meist die Besten sind. Es hat auch super geklappt!

Wie geht es Dir? Der Frühling naht so ganz langsam. Hast Du auch über den Winter zu viel gefuttert und möchtest gerne ein bisschen Winterspeck verlieren oder Dich einfach wieder vitalstoffreicher ernähren?

So einfach geht’s:

Vor der Saftfastenkur bietet es sich an, einen sogenannten Entlastungstag einzulegen. Das ist ein Tag, an dem sich der Körper schonmal aufs Fasten einstellen soll. Die Nahrungszufuhr wird deutlich verringert. Besonders Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Zucker, Fleisch oder Getreide werden vermieden. Vorzugsweise gibt es an diesem Tag viel Obst. Viel trinken ist ebenfalls wichtig!

Eine Saftfastenkur macht man zwischen drei Tagen und höchstens drei Wochen lang. In dieser Zeit wird nichts gegessen. Jeden Tag nimmt man bis zu fünf Säfte oder eben grüne Smoothies zu sich, bis zu 1 Liter am Tag. Das können Gemüsesäfte, Obstsäfte oder auch gemischte Säfte sein. Getrunken wird in kleinen Schlucken.

Zwischen den Saftmahlzeiten trinkt man am Besten bis zu 3 Liter Leitungswasser oder ungesüßte Tees.

Am Liebsten nehme ich losen Brennesseltee und Salbeitee, denn der Brennesseltee schwemmt Giftstoffe über das Harnsystem aus und Salbei wirkt gut gegen entzündliche Prozesse im Körper. Aber auch Ingwer, aufgelöst in heißem Wasser, schmeckt gut und hat jede Menge gesunde Wirkstoffe. Im Video zeige ich Dir die Tees, die ich diesmal zum Fasten genommen habe. Das Schöne an den losen Tees ist, dass man sie auch wunderbar in grünen Smoothies verwenden kann!

Zum Fasten brechen ruhig zwei bis drei Tage Zeit lassen und den Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen. Hier ist es wichtig, nicht sofort mit schweren Nahrungsmitteln wie Fleisch oder viel Fett anzufangen, sondern ebenfalls wieder mit Obst und Gemüse, Reis oder Kartoffeln.

Ich persönlich finde Saftfasten am Besten und wirkungsvollsten mit grünen Smoothies. In der Kombination mit Kräutern oder Wildkräutern kann man den Entgiftungsprozess noch beschleunigen. Außerdem geht mir das reine Safttrinken ohne die im Smoothie immer noch vorhandenen zerkleinerten Zellstrukturen zu sehr an die Kraft, besonders in den ersten Tagen. Aber das ist natürlich eine ganz persönliche Entscheidung. Während meines Fastens bin ich auch auf einige Menschen gestossen, die es mir übel genommen haben, dass ich das Fasten mit den Smoothies „Saftfasten“ genannt habe weil in Smoothies immer noch die Zellstrukturen vorhanden sind und es kein reiner Saft ist. Diese Meinung kann ich auch verstehen. Es ist mir aber wichtig, hier zu betonen, dass das eine persönliche Entscheidung und Erfahrung ist. Ich vertrage die Umstellung eben besser auf diese Art und Weise und zähle das Fasten mit grünen Smoothies als Unterkategorie zum Saftfasten. Ein weiterer Vorteil kann bei den Smoothies sein, dass man hier nicht unbedingt einen Entlastungstag braucht sondern gleich loslegen kann. Wichtig ist hier in meinen Augen einfach, dass jeder das Fasten so gestaltet, dass es ihm gut geht damit und er am Ende ein Erfolgserlebnis hat.

Grüne Smoothie-Rezepte findest Du hier.

Was Du beim Saftfasten beachten solltest:

1 Unbedingt vorher mit Deinem Arzt abklären, ob Saftfasten das Richtige für Dich ist. Bei bestimmten Erkrankungen des Herzens, oder auch bei bekannter Fruktose-Intoleranz oder Diabetes zum Beispiel solltest Du nicht Saftfasten!

2 Die Säfte in kleinen Schlucken zu Dir nehmen. So können Vitalstoffe vom Körpter optimal aufgenommen und verdaut werden.

3 Zwischen den Saftmahlzeiten unbedingt viel Wasser oder Tee trinken, damit der Körper die Möglichkeit erhält, Giftstoffe auszuscheiden.

4 Kaffee, Zucker, Getreide, Alkohol, Fleisch und andere Genussmittel sind natürlich tabu!

5 Falls Du merkst, dass Dein Magen rebelliert, kannst Du in den ersten Tagen der Umstellung auch auf ein wenig Reis- oder Haferschleim zurückgreifen, um den Magen zu beruhigen und Dich zu gewöhnen.

6 Viel Schlafen – nimm Dir die Zeit, auf Deinen Körper zu reagieren und Dich auszuruhen, wenn Du merkst, Dein Körper braucht das. Gerade in den ersten Tagen der Umstellung ist das wichtig. In dieser Zeit ist der Körper noch recht angestrengt und wird schnell müde. Ich zum Beispiel habe das auch daran gemerkt, dass ich anfangs ganz schön viel gefroren habe.

7 Die Mischung machts – Schlaf ist gerade während des Fastens gut und erholsam, doch auch Bewegung hält fit und hilft dem Körper, den Stoffwechsel anzukurbeln und zu entschlacken. Damit meine ich aber natürlich keinen Leistungssport. Es muss nichts anstrengendes sein und sollte natürlich nicht überfordern. Kleinere Fahradtouren, Spaziergänge oder Schwimmbadbesuche reichen völlig. Hauptsache, Kreislauf und Stoffwechselorgane kommen in Wallung. 🙂 Auch Saunagänge oder leichte Massagen helfen beim Entgiften.

8 Zeit für Dich – auch das gehört zum Fasten – zur Ruhe und zu sich selbst kommen. Mehr Zeit für sich zu haben und den Geist entspannen. Das ist ja allzuoft etwas, dass uns im Alltag nicht gut gelingt weil wir vielleicht gar keine Zeit haben, uns um uns selbst zu kümmern. Oder aber weil wir uns die Zeit einfach nicht nehmen. Umso wichtiger ist es, während der Fastenzeit den Stress zu reduzieren. Egal, ob ausgiebige Waldspaziergänge, Yoga oder gemütlich auf der Couch liegen und ein Buch lesen – bitte nimm Dir unbedingt Zeit, die nur Dir gehört!

9 Saftfasten lässt zwar die Pfunde purzeln, sollte jedoch nicht rein aus Gründen der Gewichtsreduktion gemacht werden. In der Hauptsache verliert der Körper hierbei Wasser, kratzt jedoch nicht die Fettreserven an. Als Einstieg in eine gesündere Ernährung ist es allerdings ein guter Einstieg.

Ich muss sagen ein paar Tage Saftfasten tun mir immer gut. Hinterher fällt es mir immer leichter, Genussmittel wegzulassen und wieder viel Rohkost zu essen. Ich kann nur empfehlen, es auszuprobieren. Anfangs reichen auch drei bis fünf Tage, um zu schauen, wie es Dir damit geht. Wichtig ist, dass es Dir zu keinem Zeitpunkt richtig schlecht geht während der Kur. Deshalb konsultiere auch wie oben geschrieben auf jeden Fall Deinen Arzt und sprich Dich mit ihm ab.

Ich würde mich freuen, in den Kommentaren von Deinen Erfolgen zu lesen! Bis dahin wünsche ich Dir viel Erfolg beim Fasten!

Du  brauchst für Dein Fasten Smoothie-Rezepte? Hier findest Du sie: Smoothie-Challenge

Alles Liebe,

Deine Angie

6 Kommentare

  1. Danke für die tollen Tipps. Ich habe im letzten Jahr auch mit Smoothie Fasten für eine Woche den Weg zur fast Veganer. Ernährung gefunden.
    Nach der Umstellung hatte ich einen dicken Zeh und der Verdacht des Arztes war Gicht. Hervorgerufen durch Zuviel Harnsäure.
    Was habe ich da falsch gemacht und wie kann ich das vermeiden? Außerdem habe ich mit Blähungen zu tun. Vielleicht hast Du da auch noch einenTipp.

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    • Liebe Rosey, ich kann und darf Dir keinen ärztlichen Rat geben und möchte Dich daher unbedingt bitten, Deinen Arzt zu fragen, was Du am Besten tun kannst. Ich weiß, dass es bei Gicht wichtig ist, möglichst basisch zu essen, also vor allem Gemüse und Obst. Kein Fleisch, keine Milchprodukte, Genussmittel wie Zucker und Kaffee weglassen! Liebe Grüße und gute Gesundheit für Dich!

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  2. Danke ! Das ist ein toller Artikel ! Ich würde auch gerne fasten , nur stille ich noch. Ich will ja nicht das die Giftstoffe, die ausgeschieden werden , mein Kind trinkt. Also gilt es abzuwarten.

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    • Lieben Dank, Tatjana! 🙂 Alles zu seiner Zeit, das ist genau richtig, noch zu warten. Ich finde, man kann aber trotzdem schon einiges machen wenn man sich einfach bewusster ernährt. Es muss nicht immer gleich fasten sein. Aber ich bin mir sicher das machst Du eh schon. 🙂 Liebe Grüße!

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  3. hallo,
    probier die darmentleerung doch mal mit cassia fistula ,ist natürlich und schädig den darm nicht.
    schaut mal bei florian sauer (www. deingesundheitslehrer.de ).
    liebe grüsse christel

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    • Hallo Christel, das schau ich mir doch gerne an! Hört sich sehr interessant an, danke für Deinen Tipp. Hast Du das selbst schon ausprobieren können? Liebe Grüße an Dich!

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